Recycling
"Ex und hopp", das Symbol der Wegwerfgesellschaft, ist schon lange überholt. 1991 wurde in Deutschland der "Grüne Punkt" eingeführt. Seitdem werden sämtliche gebrauchte Verpackungen über den gelben Sack gesammelt und einem Recycling zugeführt. Die Innovationen der letzten Jahre ermöglichen es heute, sämtliche Materialien hochwertig zu verwerten. Gebrauchte Verpackungen sind daher heute keine Abfälle mehr, sondern Wertstoffe. PRO-S-PACK bekennt sich zu den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Produktverantwortung.

Papier, Pappe, Karton
Papier, Pappe und Karton (PPK) bestehen zum größten Teil aus Holz, einem nachwachsenden Rohstoff. Recycling hat bei der Papier- und Verpackungsherstellung Tradition. Seit es Papier gibt, werden Altstoffe dafür verwendet, denn die Faser aus recyceltem PPK ist ein wichtiger Rohstoff für die Papierindustrie. Es besteht ein etablierter Kreislauf aus Wachstum und Holzentnahme. Das gerodete Holz wird nachhaltig aufgeforstet, so dass der Rohstoff Holz durch den Papierverbrauch nicht reduziert wird.

Altpapier ist der am häufigsten eingesetzte Rohstoff bei der Papierherstellung. Wellpappe kann zu 100% aus Altpapier bestehen. Vollpappe aus bis zu 90 Prozent. Der Altpapieranteil im Verpackungsbereich ist sehr hoch, denn die meisten PPK-Verpackungen waren bereits Verpackungen oder Zeitschriften, Zeitungen und Druckpapiere.

Mit jedem Recyclingvorgang verkürzen sich jedoch die Papierfasern, so dass sie nicht mehr ausreichend aneinander haften. In solchen Fällen müssen Frischfasern zugesetzt werden.

Bei der vollautomatischen Papiersortierung werden die PPK-Abfälle bereits vor der eigentlichen Aufbereitung in ihre verschiedenen Unterfraktionen getrennt, gleichzeitig werden Störstoffe abgeschieden. Alte Zeitungen und Zeitschriften bilden die so genannte Deinking-Fraktion – diese wird nach dem Suspendieren (Auftrennen der Papierfasern in Pulpern) einem weiteren Aufbereitungsprozess unterworfen, bei dem die Druckfarbe entfernt (engl.: deinking) wird. Nachdem das Papier anschließend getrocknet und geglättet wurde, wird es zu großen Rollen verarbeitet und in dieser Form einer neuen Verwendung zugeführt – unter anderem auch wieder für neue Druckerzeugnisse oder anderweitig als grafisches Papier. Recycelte Kartons dienen als Grundlage für die Herstellung neuer Kartonprodukte.

Kunststoffe
Kunststoffe sind im Laufe der Zeit zu wahren Verpackungskünstlern geworden - sei es in Form von Tüten, Folien, Säcken, Dosen, Schachteln, Bechern oder als Flasche. Die Einsatzpalette von Kunststoffen ist breit. Sowohl im High Tech- als auch im alltäglichen Bereich sind sie gefragte Werkstoffe.

Kunststoffverpackungen lassen sich nach dem Gebrauch werkstofflich, rohstofflich oder energetisch verwerten. Dank ständiger technologischer Weiterentwicklung ist heute eine vollautomatische Sortierung von Mischkunststoffen möglich.

Auch eine energetische Verwertung ist möglich. Kunststoffe sind letztlich Rohöl in veredelter Form. Bei der thermischen Verwertung wird die in der Verpackung gespeicherte Energie des Öles in Wärme oder Energie umgewandelt.

Bei einer rohstofflichen Verwertung werden die Kunststoffe in ihre chemischen Ausgangsstoffe zerlegt. Das Endprodukt sind bspw. Synthesegase, die in der chemischen Industrie weiterverarbeitet werden.

Biokunststoffe
Biokunststoffe sind ein verhältnismäßig neues Verpackungsmaterial, das auf der Grundlage von nachwachsenden Rohstoffen auf pflanzlicher Basis erzeugt wird.

Manche Biokunststoffe sind biologisch abbaubar. Unter bestimmten Bedingungen zersetzt sich das Material in Wasser, Kohlendioxid und geringe Mengen an organischen Substanzen sowie Mineralien.

Andere Biokunststoffe sind herkömmlichen rohölbasierten Kunststoffen chemisch "nachgebaut". Solche biobasierte Kunststoffe lassen sich im Recyclingprozess nicht von rohölbasierten Kunststoffen unterscheiden und können daher werkstofflich verwertet werden.