Hygienedefizite bei Veranstaltungen
Vielfach ist die Versorgung mit Trinkwasser für Mehrweggeschirr nicht möglich, etwa bei Vereinsfesten, die in der Natur stattfinden. Dies gilt auch für Stadtgebiete, in denen kein Anschluss an Wasser- und Abwasserleitungen möglich ist. In solchen Fällen sollte auf eine Nutzung mit Einweggeschirr bestanden werden.
Wo geeignete Übergabestellen der Wasserversorgungsunternehmen bereit stehen, gibt es immer wieder erhebliche Probleme mit der Wasserqualität. Beispiel: Gemäß § 4 der Trinkwasser-Versorgung von Nordrhein-Westfalen muss das Spülwasser den Anforderungen für Trinkwasser aus öffentlichen Versorgungsanlagen entsprechen. Vielfach entsprechen Proben nicht der Trinkwasserverordnung. Kontrollen an der Übergabestelle und am Zapfhahn finden häufig nicht statt.
Bakterien vermehren sich besonders bei warmen Temperaturen rasend schnell. Sie können aus rohem Fleisch, Eiern, anderen Lebensmitteln oder menschlichen Verunreinigungen stammen. Beim Abwaschen von Geschirr oder Abwischen von Arbeitsflächen werden die Keime weiter verbreitet – und dies in der eigentlich guten Reinigungsabsicht. Folglich sind Putz- und Spüllappen sowie verunreinigtes Spülwasser ein Tummelplatz für Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze. Sie können mit 100 Millionen Keimen pro 10 ml besiedelt sein. Zum Vergleich: Trinkwasser darf nur einen coliformen Keim auf 100 ml enthalten. Während die Öffentlichkeit also bereits bei geringsten Verunreinigungen des Leitungswassers die Volksgesundheit bedroht sieht, werden Hygienebedingungen auf Festen und Veranstaltungen eher lax gehandhabt.
Hygienedefizite bei Mehrweggeschirr
Wo die Reinheit des Spülwassers nicht garantiert werden kann, bietet Einweggeschirr eine sichere Alternative.