Anforderungen an Geschirrmobile

Spülmobile gelten heute als sicheres Mittel für die Lösung von Hygieneproblemen auf Festen und Veranstaltungen. Zu recht? Das Personal muss eine Vielzahl von Grundregeln einhalten, um die Versorgung mit keimfreiem Geschirr zu gewährleisten. Die wesentlichen Anforderungen an Spülmobile finden sich in der DIN 10512 (siehe N. 3).

An die Wasserqualität sind hohe Anforderungen zu stellen. Leitungswasser in Trinkwasserqualität entspricht nicht zwangsläufig den Anforderungen an maschinelles Spülen, da der Härtegrad des Wassers das Spülresultat beeinflusst.

Spülmobile müssen nach jedem Spülvorgang gereinigt werden. In der Praxis fehlt dafür oft die Zeit. Bei einer zu engen Bestückung kann das Reinigungsergebnis nicht ausreichend sein.

Das Reinigungsergebnis hängt von verschiedenen Faktoren ab, die das Personal berücksichtigen muss. Dazu gehören u. a. die Oberflächenbeschaffenheit des Geschirrs, die Art, Menge und Antrocknungszeit des Spülguts, die Temperatur und die Reinigungsmittel.

Je nach Art des Geschirrs, des Spülvorgangs und der eingesetzten Reinigungs- und Desinfektionsmittel müssen Temperaturen von 55 bis 85 Grad über eine bestimmte Dauer eingehalten werden:

Geschirrmobile
Quelle: DIN 10512

Vielfach sind dem Personal die hygienischen Grundlagen im Umgang mit Spülmobilen nicht bekannt. Ist der Andrang zu groß, droht das Geschirr knapp zu werden. In solchen Fällen werden sogar elementare Grundregeln verletzt. Die Spülmobile werden dann oft zu selten und zu oberflächlich gereinigt, der Waschvorgang vorzeitig unterbrochen oder die notwendige Wassertemperatur nicht erreicht. Das Geschirr kann in diesen Fällen gesundheitsgefährdende Keime enthalten.

Kann vor Ort kein hygienisch verantwortungsvoller Umgang mit Spülmobilen garantiert werden, reicht das Personal nicht aus, ist die Wasserqualität zu schlecht oder der Andrang in Stoßzeiten zu groß, ist Einweggeschirr aus Sicht des Verbraucherschutzes die bessere Alternative zu Mehrweggeschirr.